Netflix streicht zu viele Zeichentrickserien und das ist ein Problem – hier erfahren Sie den Grund

Netflix streicht zu viele Zeichentrickserien und das ist ein Problem – hier erfahren Sie den Grund

Netflix, eine bekannte Streaming-Plattform, stellt viele Zeichentrickserien aufgrund mangelnder Zuschauerzahlen und finanzieller Engpässe ab. Für Fans, die die Geschichte weiter sehen wollen, ist dieser Trend problematisch. Das Absetzen von Zeichentrickserien schränkt die Kreativität ein und nimmt die Freiheit, die Animation als Kunstform bietet, wodurch das Potenzial für zukünftiges Geschichtenerzählen beeinträchtigt wird. Andere erfolgreiche Zeichentrickserien wie „Steven Universe“ zeigen, wie Netflix die Chance verpasst, Fans und potenzielle Franchises zu gewinnen, indem es den Shows nicht genügend Zeit gibt, beim Publikum Anklang zu finden.

Warum streicht Netflix so viele Zeichentrickserien?

Es gibt nicht immer einen konkreten Grund für eine Absage, aber es gibt plausible Argumente, die Netflix‘ Herangehensweise an Zeichentrickserien erklären könnten. Der häufigste Grund ist leistungsbedingt. Wenn eine Serie innerhalb bestimmter Fristen die Kriterien für Popularität nicht erfüllt, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie um eine zweite Staffel verlängert wird, da ihre finanzielle Rentabilität nicht nachgewiesen wurde. Beispielsweise hatte „Hoops“, in dem Jake Johnson dem Protagonisten seine Stimme leiht, nicht genügend Zuschauer, um die Kosten für die Produktion der Show zu decken. Als zudem die Zahl der Netflix-Abonnenten im Jahr 2022 um 200.000 sank, musste die Plattform zahlreiche Einschnitte vornehmen, auch bei Zeichentrickserien.

Neben den Kosten kann sich auch die Zeit, die für die Produktion von Animationen im Vergleich zu Dreharbeiten und Postproduktion bei Live-Action-Shows benötigt wird, auf den Veröffentlichungsplan von Netflix auswirken, was es schwieriger macht, mit zu vielen Animationsserien umzugehen, wenn diese sehr unterschiedliche Produktionspläne haben. Die verwirrendste Frage bei Rollbacks ist, wann man nachweisen kann, dass das Format funktioniert. Es gibt viele Zeichentrickfilme für Erwachsene, die bereits eine nachgewiesene Erfolgsbilanz vorweisen können, wie zum Beispiel „Bojack Horseman“, der sich mit kontroversen Themen und schweren Themen wie Alkoholismus und Depressionen beschäftigt. Letztlich scheint der größte Zufallsfaktor, der zu Absagen führen kann, der Zeitpunkt der Ausstrahlung zu sein.

Die Einstellung von Zeichentrickserien durch Netflix ist ein Problem

Obwohl einige Netflix-Animationsprojekte Erfolg haben, deutet die Absage einiger Shows auf einen besorgniserregenden Trend hin. Da Serien wie „Tuca & Bertie“ und „Q-Force“ nach nur einer Staffel abgesetzt werden, ist die Enttäuschung für die Zuschauer, die eine Fortsetzung der Geschichte erwartet hatten, groß, da es möglicherweise einen Cliffhanger, keine Lösung oder eine Charakterentwicklung gibt, die oberflächlich bleibt. Dies kann für das Publikum noch frustrierender sein, wenn der Inhalt erkennbar ist, wie beispielsweise die Freundschaft zwischen Tuca und Bertie. Da Animationen außerdem der Fantasie weniger Grenzen setzen als Live-Action, schränkt der Wegfall so vieler Shows während des Starts die Kreativität ein und nimmt die Freiheit, die Animation als Kunst bietet. Durch die Eindämmung von Geschichten, die sich mit wichtigen Themen wie Mobbing und psychischem Wohlbefinden befassen, kann dies auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in zukünftige Unterhaltungsangebote auf der Plattform untergraben.

Allerdings fanden einige von Netflix abgesagte Anime-Serien ein neues Zuhause und konnten ihre Geschichte fortführen. Dies ist der Fall bei „Tuca & Bertie“, das von Adult Swim im Cartoon Network aufgenommen und zwei weitere Staffeln lang ausgestrahlt wurde.

Andere Zeichentrickserien zeigen, wo Netflix schief läuft

Wenn es um Animation geht, gibt es viele Fernsehserien, in denen die Umsetzung surrealer Elemente hervorgehoben wird, die einen gesunden Eskapismus ermöglichen. Steven Universe von Cartoon Network hat beispielsweise eine treue Fangemeinde, eine limitierte Spin-off-Serie und einen Spielfilm. Es wird wegen seiner zugänglichen Art geliebt, die psychische Gesundheit und die Probleme von Jugendlichen hervorzuheben. Steven Universe ebnete auch den Weg für zukünftige Zeichentrickserien mit LGBTQ+-Charakteren, die sowohl junge als auch erwachsene Zuschauer ansprechen können. Dies geschieht durch visuell unterschiedliche Schauplätze, authentische Familiendynamik und berührende Originallieder.

Netflix verpasst die Gelegenheit, neue Serienfandoms und potenzielle Franchisenehmer aufzubauen, weil den Shows nicht genügend Zeit gegeben wird, um beim Publikum anzukommen. Sicherlich sind Zahlen wichtig, wenn es um wirtschaftliche Entscheidungen geht, aber die unglückliche Seite dieser Situation ist, dass Nischensendungen oder Sendungen, die klein anfangen, nie ihr Potenzial ausschöpfen. Geschichten, die im Hinblick auf die Darstellung und nachvollziehbare Momente von Bedeutung sind, werden unterdrückt, was die Fans frustriert zurücklässt, wenn sie sehen, dass ihren Favoriten ein wahrer Abschluss vorenthalten wird. Obwohl Netflix gezeigt hat, dass es Zeichentrickserien für Erwachsene wie „Disenchantment“ einen passenden Abschluss bieten kann, zeigt der Trend der Plattform, Zeichentrickserien abzubrechen, dass noch ein langer Weg vor uns liegt, um sicherzustellen, dass kohärentere Geschichten und einzigartige Geschichten durch Animationen erzählt werden.

Quelle: Deadline, IGN

Quelle: screenrant.com

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Sylvain Métral

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