Die Forderungen von Charter könnten bald Druck auf Fox, Paramount und Warner bei Disney ausüben

Die Forderungen von Charter könnten bald Druck auf Fox, Paramount und Warner bei Disney ausüben

Der Krieg zwischen dem Kabelgiganten Charter Communications und dem Content-Giganten Disney, bei dem es um Programmkosten in Höhe von rund 2 Milliarden US-Dollar geht, könnte weitreichende Folgen für die gesamte Medienbranche haben. Disney hat am Donnerstag seine beliebten Fernsehkanäle, darunter ESPN, ABC und Disney Channel, vom Kabeldienst Spectrum von Charter abgezogen, der fast 15 Millionen Haushalte abdeckt, viele davon in großen Märkten wie New York und Los Angeles. Die beiden Seiten streiten darüber, dass Disney höhere Tarife festsetzen soll, während Charter mehr Flexibilität bei der Art und Weise wünscht, wie Disney Immobilien anbietet. Charter möchte seinen Kunden auch Disney-Streaming-Dienste wie Hulu und Disney+ ohne zusätzliche Kosten anbieten, was einen Teil der neuen Einnahmen, die Disney mit diesen beliebten Plattformen erzielt, schmälern würde.

Konflikte dieser Art sind in der Medienbranche keine Seltenheit, insbesondere jetzt, da Content-Unternehmen und ihre Vertriebshändler darum kämpfen, ihre Einnahmen aufrechtzuerhalten, da sich Verbraucher zunehmend an Streaming-Plattformen wenden. Charter schätzt, dass es Disney etwa 2,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr für seine Programme zahlt, aber jede neue Tariferhöhung gefährdet die Abonnentenbasis, da sich immer mehr Menschen vom Kabelfernsehen abmelden, um auf Streaming umzusteigen. Analysten des Forschungsunternehmens MoffettNathanson glauben, dass „die Zukunft dieser Verhandlungen zwischen Charter und Disney dramatische Auswirkungen auf den Rest der Branche außerhalb von Disney haben wird.“

Die Hauptkonfliktquelle in den Diskussionen ist die Forderung von Charter, dass die Streaming-Dienste von Disney einer breiten Gruppe von Abonnenten ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung stehen sollen. Allerdings hat Disney unabhängig von den Programmen seiner Fernsehkanäle eine ganze Reihe von Programmen erstellt, darunter Serien, die auf Star Wars- und Marvel-Filmen basieren, und das Unternehmen möchte mit Sicherheit eine Rendite aus seinen Investitionen in diese Programme erzielen.

Wenn Charter und Disney nicht schnell eine Einigung erzielen, könnten Charter-Abonnenten den Zugang zu „Monday Night Football“-Übertragungen und anderen beliebten Disney-Inhalten verlieren. Dieser Kampf zwischen den beiden Parteien könnte sich auch auf die Branche im weiteren Sinne auswirken. „Wenn andere folgen, erhöht sich das Risiko künftiger Vertriebsstreitigkeiten, Ausfälle und eines geringeren Affiliate-Wachstums“, sagte Steven Cahall, ein Analyst der Medienbranche bei Wells Fargo.

Die wachsende Verbrauchernachfrage nach Streaming-Diensten zwingt Content-Unternehmen dazu, mehr Sport-, Nachrichten- und Drehbuchprogramme auf Plattformen wie Paramount+, Hulu, Max, Tubi und anderen anzubieten. Allerdings verlassen sie sich weiterhin auf die Gebühren, die Charter und seine Konkurrenten für die Programme zahlen. Die Lösung dieses aktuellen Konflikts zwischen Disney und Charter könnte nicht nur für die Mitarbeiter von Disneys Magic Kingdom, sondern auch für andere in der Medienbranche von Interesse sein.

Content-Distributoren hatten einst exklusiven Zugang zu Shows und Sportveranstaltungen mit hohem Publikumsaufkommen. Im Jahr 2023 ist dieser Zugang deutlich eingeschränkter, was Charter dazu veranlasst, zusätzliche Anfragen zu stellen. Mit der wachsenden Beliebtheit von Streaming sind Kabelabonnenten weniger an aktuellen Angeboten interessiert. Charter weigert sich daher, mehr für Inhalte zu bezahlen, die für seine Abonnenten ohnehin weniger attraktiv sind.

Der Aufstieg von Streaming-Diensten könnte unvorhersehbare Folgen für die Medienbranche haben. Fox Corp., Paramount Global und sogar Comcast sind alle an diesem Kampf beteiligt, um Zuschauer für ihre Streaming-Dienste zu gewinnen. Die Verhandlungen zwischen Charter und Disney könnten die zukünftigen Strategien dieser Unternehmen beeinflussen und bestimmen, wie der nächste Schritt in der Entwicklung der Medienbranche aussehen wird.

Letztendlich ist die aktuelle Situation zwischen Charter und Disney nur ein Beispiel für die Kämpfe in der Medienbranche. Die Medienlandschaft entwickelt sich ständig weiter, Verbraucher wenden sich zunehmend dem Streaming zu und Unternehmen müssen sich anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese entscheidende Verhandlung zwischen Charter und Disney könnte die Zukunft der gesamten Medienbranche prägen und erinnert daran, dass im Kampf um die Gewinnung und Bindung von Zuschauern in diesem goldenen Zeitalter des Streamings alles auf dem Spiel steht.

Quelle: sorte.com

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Sylvain Métral

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