Bradley Cooper wegen falscher Nase in Leonard Bernsteins Netflix-Biografie „Jewface“ kritisiert

Bradley Cooper wegen falscher Nase in Leonard Bernsteins Netflix-Biografie „Jewface“ kritisiert

Bradley Cooper löst mit seinem nächsten Biopic, das Leonard Bernstein gewidmet ist, Kontroversen aus. Tatsächlich zeigt der erste Trailer zu „Maestro“, dass der Schauspieler eine beeindruckend große Nasenprothese trägt. Diese Wahl wird als eine Form von „Jewface“ wahrgenommen, also als stereotype und diskriminierende Darstellung von Juden. Cooper, irisch-italienischer Abstammung und im katholischen Glauben aufgewachsen, dreht hier seinen zweiten Spielfilm für Netflix, produziert von Steven Spielberg und Martin Scorsese, der die Rechte an dem Projekt gegen den jüdischen Schauspieler Jake Gyllenhaal gewann.

Eine Kontroverse, die sich auf Kosten des Teasers verschärft

Die jüdische Komikerin Tracy-Ann Oberman, bekannt für ihre Rolle in „Doctor Who“, äußert sich zu diesem heißen Thema: „Wenn Bradley Cooper den Elefantenmann ohne Prothesen spielen kann, dann sollte er in der Lage sein, einen jüdischen Mann zu spielen, der keine Prothesen braucht.“ – insbesondere eine ‚jüdische‘ Nase“. Für sie ist das Tragen dieser Prothese gleichbedeutend mit Blackface oder Yellowface. Joshua Malina, ein jüdischer Schauspieler, der vor allem für seine Rolle in „The West Wing“ bekannt ist, schließt sich dieser Aussage an: „Ich habe kein Problem damit, Bradley Cooper wie einen echten Menschen zu sehen.“ Seiner Meinung nach ist das Spielen von Bernstein keine antisemitische Darstellung.

Ein Duell an der Spitze um die nächsten Oscars

Die Veröffentlichung des Films „Maestro“ wird mit Spannung erwartet und löst bereits Spekulationen über eine mögliche Oscar-Nominierung aus. Allerdings bekommt Cooper starke Konkurrenz durch den irischen Schauspieler Cillian Murphy, der im Film „Oppenheimer“ den jüdischen Wissenschaftler und Vater der Atombombe J. Robert Oppenheimer spielen wird. Für Tracy-Ann Oberman ist der Einsatz einer Prothese von Cooper nicht notwendig, im Gegensatz zu Cillian Murphy, der es schafft, das Wesen der Figur ohne Kunstgriffe zu verkörpern. Auch die sozialen Medien äußern ihren Unmut über Cooper und behaupten, die Nasenprothese sei eine Strategie, um einen Oscar zu gewinnen.

Eine Kontroverse, die über den Rahmen des Films hinausgeht

Diese Kontroverse wirft viele Fragen auf. Jake Gyllenhaal, der erste Kandidat für die Rolle des Bernsteins, drückte seine Enttäuschung darüber aus, dass er die ersehnte Rolle nicht bekommen habe. Er erklärt, dass Verlieren Teil des Spiels sei und dass in der Filmindustrie manchmal etwas nicht wie geplant laufe. Trotz allem ist er immer noch stolz darauf, den Mut gehabt zu haben, dafür zu kämpfen, Geschichten zu erzählen, die ihm am Herzen liegen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Biopic „Maestro“ eine heftige Kontroverse über die Entscheidung von Bradley Cooper auslöst, eine Prothese zu tragen, um Leonard Bernstein zu spielen. Diese Entscheidung wird als stereotype Darstellung von Juden wahrgenommen und erinnert an die Probleme von Blackface und Yellowface. Angesichts dieser Kontroverse werden Stimmen laut, die Cooper verteidigen und argumentieren, dass er eine echte Figur spiele und dass diese Prothese nur ein Element der Charakterisierung sei. Das Duell mit Cillian Murphy im Rennen um die Oscars verspricht spannend zu werden. Es bleibt nur noch, auf die Veröffentlichung des Films zu warten, um eine Vorstellung zu bekommen.

Quelle: seitensix.com

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Sylvain Métral

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